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Die vor allem in Japan und China seit Jahrhunderten tradierte Kunst des Sumi-e, einer durch Zen-Philosophie geprägten, Natur durch Reduktion auf das Unveränderliche und Wesentliche darstellenden Kunst der Tuschezeichnung, zielt durch die Abbildung von Bäumen, Blumen. Tieren, Felsen und ganzer Landschaftszenerien auf die Darstellung der letzten Realität, der Ganzheit des Seins ab. Die Nachschöpfung von Wirklichkeit wirkt durch exakt berechnete Komposition und durch die Kunst des Weglassens. Der leer gelassene Bildgrund ermöglicht Raum für Assoziationen. Die stets vom Meister zum Schüler weitergereichte Kunst hat die Architektin und Designerin Rita Böhm über Jahrzehnte bei dem Zen-Meister Ryotan Tokuda und dem auch im Westen bekannten Sumi-e-Meister Masao Okinaka studiert. Seit mehr als 15 Jahren bildet sie selbst - zuerst in den USA, jetzt in Berlin - Schüler fort. Mit zahlreichen Malperformances bringt sie dem deutschen Publikum die Kunst des Sumi-e näher. Ihre Werke wurden international in Japan, China, Brasilien, den USA und Europa ausgestellt. Der vorliegende Band zeigt auf großformatigen Bildtafeln einen breiten Querschnitt durch Böhms Werk und ermöglicht in der hervorragenden Edition durch die Japanologin und Herausgeberin Barbara Manthey einen einmaligen Zugang in die Welt des Sumi-e.
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