Buchtipps

15.01.2012 Rita Böhm, Sumi-e - Japanische Tuschmalerei. Kunst und Weg [Bildband]

Die vor allem in Japan und China seit Jahrhunderten tradierte Kunst des Sumi-e, einer durch Zen-Philosophie geprägten, Natur durch Reduktion auf das Unveränderliche und Wesentliche darstellenden Kunst der Tuschezeichnung, zielt durch die Abbildung von Bäumen, Blumen. Tieren, Felsen und ganzer Landschaftszenerien auf die Darstellung der letzten Realität, der Ganzheit des Seins ab. Die Nachschöpfung von Wirklichkeit wirkt durch exakt berechnete Komposition und durch die Kunst des Weglassens. Der leer gelassene Bildgrund ermöglicht Raum für Assoziationen.
Die stets vom Meister zum Schüler weitergereichte Kunst hat die Architektin und Designerin Rita Böhm über Jahrzehnte bei dem Zen-Meister Ryotan Tokuda und dem auch im Westen bekannten Sumi-e-Meister Masao Okinaka studiert. Seit mehr als 15 Jahren bildet sie selbst - zuerst in den USA, jetzt in Berlin - Schüler fort. Mit zahlreichen Malperformances bringt sie dem deutschen Publikum die Kunst des Sumi-e näher. Ihre Werke wurden international in Japan, China, Brasilien, den USA und Europa ausgestellt.
Der vorliegende Band zeigt auf großformatigen Bildtafeln einen breiten Querschnitt durch Böhms Werk und ermöglicht in der hervorragenden Edition durch die Japanologin und Herausgeberin Barbara Manthey einen einmaligen Zugang in die Welt des Sumi-e.

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02.12.2011 Erich Kästner, Morgen, Kinder, wird's nichts geben! [Weihnachtstexte]

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Das Jahr ward alt. Hat dünnes Haar.
Ist gar nicht sehr gesund.
Kennt seinen letzten Tag, das Jahr.
Kennt gar die letzte Stund.


Klassische Weihnachtstexte von Erich Kästner - Gedichte und Geschichten voller Wärme, Witz und Biss - ein echtes Lesefest, egal ob der Weihnachtschor der Buchhändler erklingt oder Treffend-Böses:

Morgen, Kinder, wird's nichts geben!
Nur wer hat, kriegt noch geschenkt.
Mutter schenkte euch das Leben.
Das genügt, wenn man's bedenkt.
Einmal kommt auch eure Zeit.
Morgen ist's noch nicht so weit.

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15.11.2011 Cay Rademacher, Der Trümmermörder [Kriminalroman]

Hamburg liegt in Trümmern. 1947 ist einer der kältesten Winter des Jahrhunderts in Deutschland. Die Menschen versuchen irgendwie zu überleben. Da wird mitten in der Trümmerlandschaft eine Leiche entdeckt: eine junge Frau, nackt, kein Hinweis auf den Mörder. Oberinspektor Frank Stave hat kaum Hoffnung, den Fall aufzuklären, auch wenn ihm Lothar Maschke von der Sitte und Lieutenant MacDonald von der britischen Verwaltung zur Seite gestellt werden. Bald werden weitere Tote entdeckt, das Gespenst eines Serienkillers droht die Bevölkerung in der prekären wirtschaftlichen und politischen Situation aufzuwühlen. Stave laviert bei seinen Ermittlungen zwischen dem langen Schatten der noch funktionsfähigen NS-Seilschaften, den Befugnissen der Alliierten und seiner verzweifelten Suche nach seinem vermissten Sohn.
Der authentische Kriminalfall im Hamburg des Hungerwinters 1946/47 wird von Cay Rademacher hochspannend erzählt.

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12.10.2011 Einar Kárason, Versöhnung und Groll [Roman]

Eine gewalttätige Zeit ist der Hintergrund vor dem einer der Höhepunkte innerhalb der isländischen Sagawelt, die Sturlunga-Saga, erzählt wird. Die Bürgerkriegszeit des 13. Jahrhunderts war dabei zugleich die kulturelle Blütezeit des mittelalterlichen Islands.
Gissur Thorvaldsson war einer der mächtigsten Feinde der verzweigten und angesehenen Familie der Sturlungen. Um sich mit ihnen zu versöhnen und eine langjährige Fehde zu beenden, verheiratete Gissur seinen Sohm Hallur mit der Sturlungentochter Ingibjörg. Der geschlossene Friede wurde jedoch durch den Sturlunger Eyjolfur Ofsi Thorsteinsson zerstört, der Gissurs Familie auf ihrem Hof überfiel, diesen niederbrannte und Frau und Kinder tötete.
Der aus wechselnden Perspektiven jeweils in der Ichform erzählte Roman zeigt durch die Augen von Mitgliedern beider Familien ein komplexes, lebendiges Bild der dramatischen Ereignisse. Die historischen Figuren rücken in Nahaufnahme in den Blick, sind psychologisch stimmig. Dabei bleibt der Sagaton als Hintergrundstimmung stets präsent.

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15.09.2011 Dirk Steinhöfel, P. B. Shelleys [Bilderbuch]

Ein Junge macht sich auf den Weg. Allein mit einem Koffer bricht er auf in die Welt, um eine Wolkenmaschine in Gang zu setzen. Furchtlos, voller Neugier und Tatendurst durchstreift er Stadt und Land. Frühjahrsluft und Herbstwinde, Sommerhitze, Sturm, Blitz und Hagel - er lacht voller Lebenslust auf der Suche nach den vier Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft.
P.B. Shelley (1792-1822) gilt neben John Keats und Lord Byron als einer der wichtigsten Vertreter der englischen Romantik. Kongenial hat der Grafiker Dirk Steinhöfel dessen berühmtes Gedicht Die Wolke in suggestiven Bildern umgesetzt. Die wunderbare Übertragung ins Deutsche stammt von Steinhöfels Bruder Andreas.

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