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01.09.2017 Paolo Cognetti, Acht Berge [Roman]

Wie wollen wir leben? Stadt oder Land? Gehen oder Bleiben? Cognetti stellt in knapper Sprache, mit geradlinigen Formulierungen große Fragen. Der Titel bezieht sich auf eine Legende aus Nepal: Ein mächtiger Berg steht in der Mitte der Welt, umringt von acht niedrigeren Bergen und Meeren. Wer lernt mehr, der die acht Berge, die Welt bereist oder der das Zentrum ersteigt? Und wer ist glücklicher?
Pietro reist jeden Sommer seiner Kindheit mit seinen Eltern in die Berge des italienischen Aostatals und freundet sich in dem halb verlassenen Bergdorf mit dem einzigen anderen Jungen, Bruno, an. Die beiden durchstreifen in den endlos scheinenden Tagen Täler, Wälder und besteigen mit Pietros Vater systematisch Gipfel um Gipfel des Gebiets. Sie werden Freunde fürs Leben, auch als ihre Wege sich trennen. Pietro studiert und bereist als Dokumentarfilmer die Welt, Bruno aber versucht, sich vor Ort eine Existenz zu schaffen.

Freiheit, Männlichkeit, die Beziehung von Vater und Sohn – vor großer landschaftlicher Kulisse, dem Ringen mit einer unbarmherzigen Natur werden grundlegende Themen verhandelt, die immer wieder von der Grundsatzfrage bestimmt werden: Was macht ein gelungenes Leben aus?

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